Nun, da ich schon seit mehreren Wochen nur noch 20h die Woche im Büro bin, fällt mir immer mehr auf, wie viel mehr Zeit ich zur Verfügung habe. Da ich von Grund auf ein sehr strukturierter Typ bin und gern vorausschauend plane, nehme ich mir auch für diese neu gewonnenen Stunden gern viele Dinge vor. Was mir dabei jedoch an manchen Tagen auffällt, die Umsetzung der Themen hängt maßgeblich von meiner Stimmung ab.
Heute zum Beispiel lief die Umsetzung des geplanten hervorragend, bis ich zurück vom Sport kam… Ich empfinde es als puren Luxus am Morgen ohne Hektik zum Sport laufen zu können und bereits etwas für mich, meinen Körper und meine Seele getan zu haben, noch bevor manch einer sich auf den Weg zur Arbeit macht. Umso konsequenter bin ich dahingehend auch bei der Planumsetzung.
Was den restlichen Tag im Anschluss betrifft, kann ich das leider nicht behaupten. Ich schaffe es hin und wieder wunderbar, mich mit Themen zu beschäftigen, die mich wirklich interessieren – und damit meine ich keine Serien, irgendwelche Videospiele oder sonstige Ablenkungen. Nein, ich spreche von Interessen, die mich ebenso weiter bringen und dabei für das Anwachsen meines Wissensschatzes sorgen. Jedoch weichen diese dann ab und an vom eigentlichen Themengebiet ab, was es ursprünglich anzugehen galt. Das schlechte Gewissen hält sich dabei noch in Grenzen, doch letztendlich weiche ich auf diese Weise hin und wieder – so wie heute – von Plänen ab.
Jetzt könnte ich mir strikte Termine in meinen Kalender eintragen, jegliche Ablenkungen eliminieren und mich und meine Arbeitsutensilien in einen hermetisch abgeriegelten Raum verfrachten. Ich tendiere sogar dazu, mir für die Zukunft solche Tage auch tatsächlich zu blocken. Doch aktuell „teste“ ich zumindest zum Teil eine andere Strategie. Wenn auch noch mit wenig Evidenz, jedoch subjektiv überzeugend habe ich vor allem in den letzten Wochen festgestellt, dass es für jegliche Vorhaben Momente gibt, die sich als der richtige Augenblick entpuppen. Nicht, weil sie geplant waren, sondern weil ich genau in der perfekten Stimmung, dem „Flow“ bin, mein Vorhaben umzusetzen.
Nehmen wir als Beispiel meine „neue Karriere“ als YouTuber. Ich berichtete ja kürzlich davon, dass dies zu meiner Strategie gehört, mein neues Unternehmen aufzubauen. Ich hatte mir zu Beginn vorgenommen, dass immer Freitags der Video-Dreh-Tag sein soll. Das hat bisher auch wunderbar geklappt. Doch schon letzte Woche vernahm ich am Vormittag, dass es einfach nicht gepasst hat. Am Nachmittag hingegen, kam ich von einem Termin außerhalb zurück und bemerkte sofort: Jetzt passt es! Und der Dreh lief hervorragend. Am heutigen Freitag kam nun leider so gar keine Muße auf. Mach ich mir deswegen Vorwürfe? Ein wenig vielleicht, denn wer sich mit YouTube schon einmal beschäftigt hat, der weiß, dass die Kontinuität entscheidend ist, wenn man dort ernsthaft jemanden erreichen möchte – ähnlich wie beim Bloggen. Doch ich bin mit einem guten Vorrat an Videos gewappnet, so dass mich das nicht weiter zurückwerfen wird.
Wenn es um den Aufbau meines Unternehmens geht, werde ich mit Sicherheit mehr und mehr zu festen Zeitblöcken übergehen, soviel steht trotz der beschriebenen Testreihe fest. Nichtsdestotrotz tut es gut, sich doch ab und an auch auf gesunde Weise treiben lassen und darauf zu achten, wann einem welche Dinge vielleicht besser gelingen, anstatt diese an einer festen Uhrzeit festzumachen. Und einen Vorteil hatte die Abweichung vom heutigen Plan: Meinen neuen Blog-Post kann ich nun veröffentlichen…
Euer Patrick

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